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EINLEITUNG
Seit der ersten Auflage dieses Büchleins im Jahr 2005 hat
sich manches ereignet. Vor allem das
Motu Proprio ‚Summorum Pontificum’
Papst Benedikts XVI. vom 7. Juli 2007 erfüllt uns mit großer
Dankbarkeit. Diese Initiative des Papstes war notwendig, denn obgleich die
überlieferte Form des römischen Ritus rechtlich niemals abgeschafft war und
obwohl schon 1988 Papst Johannes-Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben
‚Ecclesia Dei’ alle Bischöfe eindringlich aufgerufen hat, den
Gläubigen „weitherzig und großzügig" den Zugang zur überlieferten
Liturgie zu ermöglichen, war die Handhabung in der Praxis doch sehr
restriktiv. Um fortan aber jeden Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit zu beheben,
hat Papst Benedikt XVI. die Liturgie nach den 1962 vom sel. Papst Johannes
XIII. promulgierten liturgischen Büchern zur ‚außerordentlichen Form des
römischen Ritus’ erklärt, die sich wieder der gebotenen Ehre erfreuen
soll und die jeder katholische Priester ohne weiteres erlernen und
zelebrieren darf.
Dabei weißt der Papst mit Recht darauf hin, dass das Interesse an der
Außerordentlichen Liturgie sich nicht nur auf die ältere Generation
beschränkt, sondern dass auch „junge Menschen diese liturgische Form
entdecken, sich von ihr angezogen fühlen und hier eine ihnen besonders
gemäße Form der Begegnung mit dem Mysterium der heiligen Eucharistie finden"
(Begleitbrief an die Bischöfe).
Dieses Büchlein erhebt keineswegs den Anspruch einer
liturgiewissenschaftlichen Abhandlung. Vielmehr will es möglichst einfach
und leicht verständlich die Riten der hl. Messe erklären. Dabei geht es
nicht um verstaubt Nostalgisches, sondern um etwas sehr Lebendiges.
Ausgehend von der Wahrnehmung der äußeren Schönheit liturgischer Riten soll
der Sinn geweckt werden für ihre in jeder Hinsicht ‚außerordentliche’ innere
Schönheit. Gerade wegen ihres unergründlichen spirituellen Reichtums ist sie
zeitlos und auch heute noch sehr aktuell.
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